Work in style

„Mode ist vergänglich. Stil niemals.“

Das Zitat stammt von Coco Chanel, ist also auch schon ein paar Jährchen alt. Allerdings ist an der Aussage immer noch was dran. Wagen wir mal den Selbsttest und widmen uns der Stil-Tauglichkeit von Arbeitskleidung. In der Bank oder Versicherung musst du natürlich ein gewisses Auftreten haben. Sauber und seriös. Nicht für jeden jungen Menschen ist das eine Traumvorstellung. Der ganz tiefe Griff in die Klischeekiste zeigt: Das Bild vom gelackmeierten, austauschbaren Anzugträger oder der Bürotussi, die im Pencildress und mit Louboutins Roboter-like ihre Macchiatos trinkt, kommt zwar nicht ungefähr, ist im Arbeitsalltag bei Banken und Versicherungen jedoch wirklich nur Klischee.

Denn:

In anderen Berufssparten werden „echte“ Uniformen erfordert.

Die eigene Kleidung täglich immer wieder neu als persönlicher Ausdruck – für viele von uns zugleich ein Hobby und auch wichtiger Lebensinhalt – bleibt in anderen Berufen vergleichsweise auf der Strecke. Beim Bürojob in der Bank oder Versicherung hast du kompromisstechnisch da ganz gute Karten, denn trotz der erforderten Seriosität sind dir an sich recht wenige Grenzen in der optischen Selbstverwirklichung gesetzt. (Vorausgesetzt hältst dich von von all-over Neonfarben oder Corpsepaint fern, wovon wir aber mal ausgehen…)

Was macht den guten Stil im Büro nun aus?

Eigentlich musst du dich gar nicht weit von deiner normalen Freizeitklamotte entfernen, um auch in Bürokleidung noch so auszusehen, wie du. Zur Orientierung haben wir uns drei grundverschiedene Persönlichkeitstypen im Hinblick auf ihre Bürotauglichkeit angesehen:

Typ 1:

Du bist sportlich und auch als Girl kommen dir nur flache Schuhe ins Haus? Perfekt. Mit schicken Sneakers zum Hosenanzug oder zu Culottes kombiniert, käme dir niemand auf die Schliche, dass du eigentlich Null Aufwand in dein Outfit gesteckt hast und mehr Wert auf Lässigkeit als auf stundenlanges Styling gelegt hast.

Typ 2:

Du wirst von deinen Freunden als Edgelord bezeichnet, trägst gerne schwarz (auch all-over), liebäugelst mit bunten Haaren oder hast sogar gerade welche? Die schwarze Jeans mit Rissen und Löchern lieber für die Freizeit aufheben, aber an sich spricht nichts gegen ein sleekes Bürooutfit in all black. Was die bunten Haare betrifft: Entweder du setzt auf leicht versteckbares Dip-Dye-Hair oder redest vorher mit dem Chef. Als Richtlinie gilt aber, dass gepflegte Haare in Pastellfarben auch im professionellen Kontext immer salonfähiger werden – no pun intended.

Typ 3:

Dir ist es blunzn, was gerade im Trend liegt und du nimmst oft nur das Erstbeste, das ganz oben auf dem von Mutti gewaschenen Kleidungsstapel liegt. Dein Tagesoutfit besteht im Wesentlichen nur aus Hoodie und Jeans? Das ist eigentlich der Jackpot, denn dann kannst du dir ganz easy ein kleines Arsenal an hochwertigen und neutralen Basic-Teilen, gut sitzenden Hemden, Oberteilen und Anzügen checken und von Grund auf anfangen, dir deine Garderobe zu bauen. Wenn du dir dabei verkleidet vorkommst: Einfach stückweise an das Bürooutfit rantasten. Am ersten Arbeitstag nicht direkt den kompletten Anzug inklusive Weste, Taschenuhr und Kummerbund anziehen, sondern erst mal den Hoodie gegen einen Cardigan oder ein Jackett austauschen.

Viel Spaß in der Arbeit und beim Finden deines Stils!