Tipps für die Bewerbung – Teil 2: Das Motivationsschreiben

Im zweiten Teil unserer Serie über Bewerbungstipps geht es um Dos und Don’ts im Motivationsschreiben. Um dir die Enttäuschung beim Weiterlesen von vornherein zu ersparen: Du wirst hier keine Copy-paste-Vorlage finden. Ein Motivationsschreiben ist nämlich eine sehr individuelle Angelegenheit. Es geht um dich, es geht aber auch um den Job, für den du dich bewirbst, und das Unternehmen. Ein Muster-Schreiben, das liegt in der Natur der Sache, beinhaltet stattdessen jede Menge Standard-Floskeln – und die sind ein absolutes Don’t.

Bewerbungs- und Motivationsschreiben, oder: Vergangenheit und Zukunft

Bevor wir ins Detail gehen: Was ist ein Motivationsschreiben? Und wie unterscheidet es sich vom klassischen Bewerbungsschreiben? Zugegeben, speziell bei uns in Österreich werden beide Begriffe oft synonym verwendet, doch der Unterschied liegt in der zeitlichen Ausrichtung. Das Bewerbungsschreiben ist vergangenheitsorientiert, es geht um die Qualifikation für die ausgeschriebene Stelle und deine bisherigen beruflichen Stationen.

Im Motivationsschreiben finden zusätzliche Skills Platz, die über das Geforderte hinausgehen, und persönliche Beweggründe für die Bewerbung. Vor allem aber bietet es die Möglichkeit, auf berufliche Wünsche und Perspektiven einzugehen, kurzum also: auf die gemeinsame Zukunft mit dem potenziellen Arbeitgeber.

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Ein Motivationsschreiben sollte keinesfalls die bloße Wiederholung des Bewerbungsschreibens sein. Es kommt bei Firmenchefs gut an, wenn deutlich wird, dass du beides voneinander unterscheiden kannst.

Vorteile des Motivationsschreibens

Wann brauchst du überhaupt ein Motivationsschreiben? Logischerweise dann, wenn es in der Stellenausschreibung gefordert wird. Du kannst deine Bewerbung aber auch unabhängig davon aufwerten. Sinnvoll ist ein Motivationsschreiben unter anderem:

  • wenn zu erwarten ist, dass sich für deine Wunschposition viele Bewerber finden und du hervorstechen willst
  • wenn die Anforderungen an die Stelle (noch) nicht zu deinem Lebenslauf passen
  • bei einer Initiativbewerbung

Doch genug der Vorreden – hier sind einige Basics für dein gelungenes Motivationsschreiben.

Basic 1: Formales

Ähnlich dem Bewerbungs- ist auch das Motivationsschreiben wie ein Brief aufgebaut. Dazu gehört der Briefkopf mit Namen, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse sowie die Signatur am Ende des Dokuments. Auf die Empfängeradresse kann verzichtet werden.

Basic 2: Layout

Personalverantwortliche haben nicht unbegrenzt Zeit, sie sollten daher nicht lange nach wichtigen Infos suchen müssen. Ein klar gegliederter Text ist das gestaltungsmäßige A und O, und auch bei Schriftart und -größe ist Leserfreundlichkeit das oberste Prinzip. Auch sonst sollte das Layout nicht zu unruhig sein und zu den anderen Bewerbungsunterlagen passen. Ein wenig Verspieltheit schadet aber vor allem dann nicht, wenn auch der angestrebte Job Kreativität erfordert.

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Überfordere dein Gegenüber nicht mit seitenlangen Abhandlungen. Das gesamte Motivationsschreiben sollte nicht länger als eine DIN-A4-Seite sein.

Basic 3: Inhalt

Betreff/Überschrift, Anrede, Einleitung, Hauptteil und Schluss – das sind die Zutaten im „Motivationscocktail“. Die Überschrift hat eine ähnliche Funktion wie die Schlagzeile in einer Zeitung, sie soll neugierig machen und zum Weiterlesen animieren. Bei der Anrede gilt: Es gibt keine „sehr geehrten Damen und Herren“, sondern einen konkreten Ansprechpartner, den man nötigenfalls telefonisch erfragen kann (auch eine Möglichkeit, Mitbewerber auszustechen).

In der Einleitung gilt: kein langes Blabla! Zeig, dass du dich mit dem Unternehmen beschäftigt hast. Um zum Hauptteil überzuleiten, kannst du auch schon ein erstes Argument liefern, warum du für deinen künftigen Arbeitgeber eine gute Wahl bist. Im Hauptteil selbst geht es dann konkret um persönliche Stärken, berufliche Ziele und deinen Bezug zum Unternehmen. Eigenmarketing ist dabei okay und oft auch notwendig, trag aber nicht zu dick auf und bleib authentisch.

Am Schluss wird es Zeit für den „Call-to-Action“: Mach dem Leser klar, dass er nun am Zug ist, dich zu einem persönlichen Gespräch einzuladen. Achte bei all dem darauf, dass du keine Rechtschreibfehler machst. Und vermeide wie gesagt nichtssagende Allgemeinsätze.

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Die Betreffzeile „Motivationsschreiben“ ist nicht falsch, aber langweilig. Wer den Recruiter endgültig zum Gähnen bringen will, setzt in der ersten Textzeile am besten mit „Hiermit bewerbe ich mich …“ fort.

Basic 4: Die „Seite 3“

Die Anordnung einer Bewerbungsmappe ist klar definiert. Ganz vorne steht das Anschreiben, gefolgt vom Lebenslauf und dem Motivationsschreiben. Das Motivationsschreiben wir daher auch gerne als „Seite 3“ in der Bewerbung bezeichnet. Danach folgen noch Zeugnisse und andere Zertifikate.

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