Lehre, Matura, Studium: Die Qual der Ausbildungswahl

Kindern werden noch viele Entscheidungen abgenommen. Doch spätestens mit 15 bist du selbst an der Reihe: Weiter die Schulbank drücken? Wenn ja, welcher Schultyp darf’s sein? Eine Lehre und damit finanziell rasch auf eigenen Beinen stehen? Oder hast du sogar schon ein Studium im Kopf, das dich interessiert? Eines vorneweg: Es gibt bei der Wahl deines weiteren Ausbildungsweges kein „Richtig“ oder „Falsch“. Wir haben uns aber angesehen, welche Wege du einschlagen könntest und welche Talente du dafür idealerweise mitbringen solltest.

Typ A: Lehre – der Anpacker

Wer genug davon hat, Mama und Papa vor jeder Shopping-Tour um Geld zu bitten, sollte nicht lange zögern und die passende Lehrstelle finden. Es ist der Weg für Anpacker, für alle, die gerne auf eigenen Beinen stehen.

Es gibt eine große Palette an Branchen und Ausbildungsberufen. Viele davon erfordern handwerkliches Geschick, andere eher Softskills wie Kommunikationstalent, Eigeninitiative und Verlässlichkeit. In die zweite Gruppe fällt zum Beispiel die Ausbildung zum Bankkaufmann/zur Bankkauffrau bzw. zum Versicherungskaufmann/zur Versicherungskauffrau.

Welche Lehre die richtige ist, kannst du zum Beispiel mit einer Potenzialanalyse feststellen. Viele dieser Tests sind mittlerweile online verfügbar, zum Beispiel der „AMS Berufskompass“ und der „AMS Jugendkompass“. Auch unser Blog bietet dir eine Orientierungshilfe. Besonders empfehlenswert ist der persönlich durchgeführte „Talente-Check“ der Wirtschaftskammer, der dir klar zeigt, wo deine Stärken liegen.

Typ B: Matura – der Unentschlossene

In der Schule läuft es gut – aber ganz sicher bist du noch nicht, in welche berufliche Richtung du gehen willst. Dann bist du der Prototyp des „Unentschlossenen“. Keine Sorge, das ist nicht schlimm. Viele von uns müssen sich in jungen Jahren noch orientieren. In diesem Fall bietet es sich an, deine Schullaufbahn ein paar Jahre zu verlängern. Denn mit der Matura stehen dir viele Wege offen.

In Berufsbildenden Höheren Schulen wirst du bereits auf eine bestimmte Berufssparte vorbereitet. Typische Beispiele sind HTL, HAK, Tourismusschulen oder auch die Höheren Lehranstalten für wirtschaftliche Berufe. Das bedeutet aber nicht, dass du einen entsprechenden Beruf ergreifen musst. Lehre, Studium oder eine ganz andere Ausbildung stehen die weiter als Möglichkeiten offen.

In der AHS (umgangssprachlich: Gymnasium oder Gym) wird der Schwerpunkt auf eine umfassende Allgemeinbildung gelegt. Auch hier kannst du anschließend eine Lehre starten oder den Weg Richtung Uni oder FH gehen. Oder ein heißer Tipp: Mit der „Dualen Akademie“ der Wirtschaftskammer kannst du dich nach der AHS-Matura noch besser für deine berufliche Zukunft aufstellen.

Typ C: Berufsmatura oder Abendmatura – der Sportler

Ein Sportler sucht die Herausforderung. Es gibt wohl kaum eine größere Herausforderung als Lehre bzw. Beruf und Matura … gleichzeitig. Die Berufsreifeprüfung wird normalerweise parallel zur Lehre begonnen. Die Vorteile beider Wege – praktische Berufsausbildung und eigenes Einkommen bzw. Studienberechtigung) werden hier kombiniert. Der Nachteil ist natürlich die Doppelbelastung.

Das gleiche gilt für die Abendmatura, die auch noch lange nach der Lehre gestartet werden kann. Auch hier heiß es allerdings reinknien. Denn nach einem langen Arbeitstag noch zwei, drei oder gar vier Stunden lernen, dafür braucht es schon sportlichen Ehrgeiz.

Typ D: Studium – der Organisierte

Du weißt schon jetzt, dass du studieren und was du studieren willst. Gratuliere, dann hast du deine Zukunftsplanung ja fest im Griff. Allerdings warten auch nach der Matura noch einige Herausforderungen auf dich – und damit sind nicht nur Arbeiten und Prüfungen gemeint.

Studenten haben meist keinen fixen Stundenplan mehr und damit auch nicht immer einen fixen Tagesablauf. Sie müssen sich selbst organisieren, Prioritäten setzen und nebenbei mit recht wenig Geld ihr Leben finanzieren. In gewisser Weise ist Studium wie Projektmanagement: Du kennst nur das Ziel, den Weg musst du selbst finden.

A, B, C oder D …

… eine gute Nachricht gibt es in jedem Fall: Wenn du Talent im Umgang mit Zahlen hast, ein souveränes Auftreten, verlässlich, pünktlich und ein Teamplayer bist, dann stehen dir die Türen im Banken- und Versicherungswesen immer offen. Wirf doch mal einen Blick auf die aktuellen Stellen- und Ausbildungsangebote in dieser spannenden Branche.

Weitere Infos:

Talente-Check Salzburg
Talente-Check Niederösterreich
Talente-Check Wien

Duale Akademie Salzburg
Duale Akademie Niederösterreich
Duale Akademie Wien

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