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Kryptowährungen: Was können sie und was nicht?

Kryptowährungen sind weiterhin in aller Munde. Allein im Jahr 2021 gab es über 10.000 verschiedene Kryptowährungen, die die Schwelle der Zwei-Billion-Dollar-Marke an Marktwert übertrafen. Eine der ersten – und wahrscheinlich bekanntesten – Kryptowährungen war der Bitcoin. Dieser wurde 2013 eingeführt, erlebte 2017 einen fulminanten Peak und ist seit jeher eine beliebte Anlageoption. Kryptowährungen gelten als alternatives Zahlungsmittel. Was man noch über diese Zahlungsform wissen sollte und für wen sie vielleicht sogar interessant sein könnte, erfahrt ihr hier.

 

Begriffserklärung: Damit nichts kryptisch bleibt

Als Kryptographie bezeichnet die Wissenschaft Informationen bzw. Daten zu verschlüsseln und somit zu schützen. Der Begriff Kryptowährung ist eine Neubildung der beiden Wörter „Krypto“ und „Währung“ und leitet sich vom altgriechischem Wort κρύπτω zu deutsch „verbergen“, „verstecken“ ab. Genauso kann aber auch von Coin (engl. Münze) oder Token (engl. Zeichen, Marke) die Rede sein.

 

Was sind Kryptowährungen?

Als digitale Vermögenswerte werden diese virtuellen Geldbeträge dezentral organisiert, verwaltet und für gewöhnlich in einer Blockchain festgehalten. Block- was?

Als Blockchain bezeichnet man vereinfacht, eine Reihung von digitalen Datensätzen, die aufeinander aufbauend erweitert werden können. Das heißt, wird ein Wert mitten in der Kette manipuliert oder verändert, ändern sich automatisch die folgenden Datenblöcke mit. So können etwaige Versuche neue Token selbst herzustellen oder gar zu vernichten, unterbunden werden.

Warum gibt es Kryptowährungen?

Das Konzept hinter den digitalen Währungen stammt aus dem Jahr 1994, als David Chaum mit seinem Unternehmen „DigiCash“ für mehr Unabhängigkeit im Zahlungsverkehr gegenüber Banken sorgen wollte. Leider war dieser Versuch nicht erfolgsgekrönt und somit vier Jahre später wieder am Ende. Den entscheidenden Durchbruch erzielte 2008 Satoshi Nakamato. Dieses Pseudonym lässt sich noch immer nicht einer eindeutigen Person zuordnen, allerdings erkannte Satoshi die Vorteile direkter Netzwerke ohne zentrale Schaltstelle und entwickelte mithilfe kryptischer Verfahren ein eigenes Währungssystem. Dieses System sollte digitale Zahlungen angriffssicherer und transparenter umsetzen. Als Antwort auf das klassische Bankensystem wird hier keine Bank oder Institution zwischen den Zahlungsverkehr geschaltet.

 

Was sind die Vorteile, was sind die Nachteile von Kryptowährungen

Die Möglichkeiten der Kryptowährungen sind weitreichend. Die Zahlungsvorgänge sind transparent, weil jede Zahlung auf eine Token-Adresse zurückzuführen ist. Durch die Blockchain-Struktur ist zudem jede Zahlungsleistung unveränderlich, unaufhaltbar und unwiderruflich. Eine Institution zwischen den Parteien und des Zahlungsverkehrs ist nicht notwendig.

 

Und dennoch: Das alternative Netzwerk hat auch seine Schwächen. Zahlungen können nicht zurückgenommen werden und haben ein sehr hohen Energieverbrauch. Mit dem nicht auszuschließenden Risiko eines Hacker-Angriffes können Kryptowährungen auch gänzlich verloren gehen oder gestohlen werden. Kursschwankungen sind sehr häufig und kaum zu prognostizieren. Für den Zugriff auf die eigene Kryptowährung wird ein Schlüssel oder Zugangscode benötigt. Geht dieser verloren, ist auch der Gegenwert ersatzlos weg.

Krypto als (Finanz-) Zukunft?

Als Leitbild der Unabhängigkeit vom Staat, entwickeln sich Kryptowährung immer weiter. Doch die vielen Risiken halten in weiten Teilen der Gesellschaft die Skepsis hoch im Kurs. Als erster Staat weltweit hat El Salvador den Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel akzeptiert. Hier können nun sämtliche Leistungen und Produkte mit diesem Finanzmittel abgerechnet werden. Aber auch verschiedene Finanzdienstleister wie Mastercard oder Visa planen Bitcoin und Co. als Transaktionsgut zu akzeptieren. So oder so bleiben Kryptowährungen eine ungewisse Variable auf dem Finanzmarkt. Je nach Eigenkapital und Vermögenswerten sollte man daher bewusst und in kleinen Schritten mit dieser Währung umgehen.

 

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